Hypnose bei Panikattacken

M E NT A L W A V E S / Gedanke - Gefühle - Wirkung

Panikattacken lassen sich mit Hypnose behandeln!

Vom Standpunkt der Hypnosetherapie betrachtet, ist die Panikattacke eine Art "Problemtrance": Der Betroffene befindet sich in einem veränderten Zustand, den er selbst nicht kontrollieren und sich nicht erklären kann. Er läuft nach seinen ihm eigenen, dem Betroffenen unerklärbaren Gesetzmässigkeiten ab. Er endet, wie auch andere Trancen enden: mit einem allmählichen Abklingen. In dieser "Problemtrance" ist sich der Mensch selbst entfremdet: Es geschieht mit ihm etwas, statt dass er etwas geschehen lässt.

 

Das Ziel der Hypnosetherapie ist es, die "Problemtrance" in einen Lösungszustand umzuwandeln, einen Zustand also, in dem der Mensch wieder im Vollbesitz seiner Kräfte ist. Dazu bedarf es einer Kommunikation mit dem Unbewussten. Die bisherigen unbewussten Bedingungen, die die Panikattacken auslösen, sind so zu verändern, dass sie nicht mehr problemauslösend wirken. Das Unbewusste muss wieder neu lernen, innere Stressreize kommen und gehen zu lassen, statt einen Alarmzustand auszulösen. Denn letztendlich ist die Panikattacke auch nur eine Art von innerem Alarm, ausgelöst von einem inneren Alarmsystem, das ungünstig eingestellt ist: Es reagiert auf irrelevante, nicht bedrohliche Reize so, als wären diese Reize bedrohlich. Sobald die innere Umstellung erfolgreich vollzogen ist, können diese Reize einfach durchlaufen, ohne inneren Stress, also Panik, auszulösen.

 

Für eine vergangenheitsorientierte Aufarbeitung, woher die Panikattacken kommen, lässt sich in der Hypnosetherapie die aufdeckende analytische Hypnose verwenden. Um die Symptomatik der Panikattacken effizient zu überwinden, kann die Tiefenhypnose zum Einsatz kommen. Beide Herangehensweisen lassen sich in der therapeutischen Hypnose auch kombinieren. Ca. 2% der Bevölkerung erleiden während ihres Lebens Panikattacken, Frauen deutlich häufiger als Männer. Auftreten können Panikattacken in beliebigen Situationen - typischerweise ereignen sie sich gar nicht einmal dann, wenn eine reale Gefahr besteht. In der Regel kommen sie geradezu ohne jeden Anlass zustande, der ihr Auftreten äusserlich erklären würde. Schon innerhalb weniger Minuten können sich die Paniksymptome immer stärker intensivieren und einen hohen, für den Betroffenen und die Beobachter dramatisch erscheinenden Zustand der panischen Erregung hervorrufen.

 

Der Zustand der Panik hält meist nicht sehr lange an, manchmal nur einige Minuten, durchschnittlich 10 bis zu 30 Minuten. Doch mit dem Abklingen der Akutsymptomatik hat es dann noch nicht sein Bewenden. Der Zustand wirkt so dramatisch, dass er nicht einfach beiseitegeschoben werden kann. In der Erholungsphase macht der Betroffene sich Gedanken über das Geschehene, versucht es zu analysieren, sich einen Reim darauf zu machen, allerdings eben typischerweise ohne Ergebnis, der bewusste Verstand findet keinen Ansatzpunkt. So bleibt eine namenlose Angst vor dem Nicht-Begreifbaren.

 

Gerade weil es nicht begreifbar und damit nicht kontrollierbar erscheint, nährt es die Furcht, dass es immer wieder kommen kann. Was wir nicht kontrollieren können, macht uns Angst. Es ist wie ein Feind, der uns draussen auflauert, dessen Motive und Herkunft wir aber nicht kennen und mit dem wir nicht kommunizieren und auf den wir nicht einwirken können.

internationalen Diagnoseschema ICD-10

Zu den nach dem internationalen Diagnoseschema ICD-10 diagnostizierbaren Symptomen der Panikattacken zählen: Ein plötzlicher, abrupter Beginn ohne nachvollziehbaren äusseren oder inneren Grund; ein schnelles Ansteigen der Erregungskurve bis zu ihrem Höhepunkt innerhalb weniger Minuten; eine Dauer von durchschnittlich 10-30 Minuten.

 

Körperliche Symptome können sein: Herzrasen, Herzklopfen oder erhöhte Herzfrequenz; Schweissausbrüche; Zittern, ggf. Mundtrockenheit; Atembeschwerden; Beklemmungsgefühle; Schmerzen oder Missempfindungen in der Brust; Übelkeit oder Missempfindungen im Magen; ggf. Hitzegefühle oder Kälteschauer; Gefühllosigkeit oder Kribbelgefühle. Zu den psychischen Symptomen zählen: Schwindel, Unsicherheit, Benommenheit oder Schwäche; ein Entfremdungsgefühl gegenüber der eigenen Person oder ein Gefühl der Unwirklichkeit der Umwelt; die Angst, die Kontrolle zu verlieren oder verrückt zu werden.

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