Hypnotischer Trancezustand

M E N T A L W A V E S - Gedanken - Gefühle - Wirkung

Im Unterschied zum Wachzustand erlebt ein Mensch in einer hypnotischen Trance traumartig, also mehr in Bildern, Vorstellungen und Gefühlen. Seine Aufmerksamkeit ist nach Innen gerichtet, dadurch ist er empfänglicher für eine bildhafte, symbolische Sprache. Die äußere Realität tritt für Ihn in den Hintergrund. Dieser Zustand lässt sich mit Tagträumen, Meditation oder tief versunkenem Lesen vergleichen. Jeder Mensch hat seine eigene Art und Weise, Trance zu erleben und zu gestalten. In Trance treten gut erforschte physiologische Veränderungen auf. Dazu zählen die Erniedrigung von Muskelspannungen, Herzfrequenz und Blutdruck, eine regelmässigere und langsamere Atmung, eine veränderte Aktivierung bestimmter Hirnareale, eine Abnahme des Stresshormonspiegels, Veränderungen im Blutbild, sowie eine geringere Aktivierung von Reflexen.

 

Wer diesen angenehmen Trancezustand erreicht, spürt innere Ruhe und ist dazu in der Lage, Gefühle tiefer wirken zu lassen. In Trance ist die unterschwellige Wahrnehmung geschärft. Auch im Wachzustand nimmt der Mensch viel mehr Informationen auf, als in sein Bewusstsein eindringen. Wir sind zum Beispiel auf einer Party in der Lage, uns auf ein Gespräch mit einer bestimmten Person zu konzentrieren. Fällt jedoch in der Nähe der eigene Name, horchen wir sofort auf. Der Mensch nimmt bewusst maximal 16 Reize pro Sekunde auf, unterbewusst erreichen ihn jedoch in der gleichen Zeit bis zu 100 Millionen Reize.

 

Im Zustand hypnotischer Trance werden Lern- und Erinnerungsprozesse ausserhalb der bewussten Wahrnehmung angesprochen. Es entsteht ein tiefer Kontakt zu eigenen, unbewussten Anteilen, auf die im Wachzustand nicht zugegriffen werden kann. Im Alltag herrscht das rationale Bewusstsein, die Ebene der einfachen Logik. Alles scheint berechenbar. Intuition hat hier keinen Platz. Aber darunter liegen verborgene Räume von grosser Kraft. Es ist davon auszugehen, dass hypnotische Interventionen durch andere Verarbeitungsprozesse wirksam werden als kognitiv verhaltenstherapeutische, indem sie die Verankerung von Umstrukturierungen und anderen Lernprozessen auf der impliziten Ebene fördern.  

 

Das Erleben von Trance-Phänomenen bringt uns mit einer anderen, in unserer Kultur häufig vernachlässigten Seite in Kontakt: unserem intuitiven Wissen, implizit gespeicherten Fähigkeiten und Erfahrungen, unserer Imagination und deren Selbstheilungspotenzial.

Zusammengefasst

Ein hypnotischer Trancezustand ist ein veränderter Bewusstseinszustand, mit deutlichen Veränderungen im Körper und im Gehirn, die ihn vom Schlaf und vom Alltagsbewusstsein unterscheiden. Dieser Zustand ist durch seine physiologischen und kognitiven Aspekte ein ausgezeichnetes Medium, um therapeutische Veränderungen einzuleiten. Hypnose lässt sich gut mit anderen Therapiemethoden kombinieren.

 

Elsbeth Eichholzer, Diplom in Tiefenpsychologie und Hypnose 

Mentalwaves, Hypnose & Entspannung Praxis 8044 Zürich 

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